Bioidente Hormone

Begriffe und Informationen

Was sind bioidente Hormone ?
Bioidente Hormone oder genauer gesagt humanidente Hormone, sind von ihrer Struktur identisch mit Hormonen, die vom menschlichen Körper gebildet werden. Sie werden in der BHT (Bioidentische Hormon Therapie) zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung des Hormonhaushaltes eingesetzt.

One size fits all ?
Die im Handel befindlichen Fertigarzneimittel haben eine limitierte Bandbreite durch festgelegte Dosierungen, nicht erhältliche Darreichungsformen, Füllstoffe oder Cremegrundlagen mit allergenem Potential.

Patient ist nicht gleich Patient
In der BHT werden natürliche Hormone patientenspezifisch zusammengesetzt und den individuellen Bedürfnissen angepasst. Die Anfertigung von magistralen Rezepturen berücksichtigt individuelle Kombinationen und Dosierungen sowie passende Darreichungsformen für Patienten.

Viele Ärzte mit Erfahrung in der bioidenten Hormontherapie besuchen unsere Fortbildungen und Kongresse.
Sollten Sie einen Arzt in Ihrer Nähe suchen, können Sie uns gerne kontaktieren unter: office@weltapotheke.at

Darreichungsformen:

Spezielle Galenik: Cremen, die sich für die BHRT eignen, müssen eine hohe Kompatibilität für lipophile Wirkstoffe aufweisen, um geeignete Träger für Hormone zu sein. Sie sollten frei von Parfum, Vaseline, Silikonen und anderen Mineralölen sein, um eine gute Verträglichkeit und eine einwandfreie Penetration der Wirkstoffe zu gewährleisten.

Liposomal-Gel hat eine leichte, schnell einziehende Textur. Durch enthaltene Liposome werden Hormone in tiefere Hautschichten befördert und die Wirkstoffspiegel in Stratum Corneum signifikant erhöht.

Homöopathische Zubereitungen von Hormonen sind ab einer Verdünnung der 4. Dezimalpotenz (D4) verschreibungsfrei. Ungeachtet dieser Tatsache empfehlen wir bei Problemen mit hormonellem Hintergrund grundsätzlich keine Selbstbehandlung vorzunehmen.

Bei der Emulgierung von bioidenten Hormonen in Fetten entsteht eine stabile Suspension, die die Umgehung des Lebermetabolismus („First Pass Effekt“) ermöglicht. Dieser Schritt, stellt laut Studien, einen wesentlichen Faktor in der oralen Wirksamkeit der Hormone dar. Verwendete Fette zur Herstellung von Lipocaps sind z.B. Cacaobutter oder Olivenöl

Mit dieser modernen Darreichungsform erfolgt die Resorption der Hormone über die Mundschleimhaut. Bei der buccalen Applikation werden Lozenges in die Backentasche gelegt, wohingegen sie bei der sublingualen Applikation, unter der Zunge platziert werden. Die Schmelzdauer beträgt je nach Beschaffenheit der Mundschleimhaut und des Speichels 30-40 Minuten. Lozenges haben den großen Vorteil der Teilbarkeit.

SR-Retard-Zubereitungen dienen der kontinuierlichen langsamen Freigabe des Wirkstoffes aus einer Matrix über einen längeren Zeitraum.

Bioidente Hormone werden in Fetten/Ölen emulgiert und mit Zink, Kupfer und Vitamin D in individuellen Dosierungen rezeptiert.

Hormontropfen können, je nach Löslichkeit der verordneten Hormone, in Öl oder Glycerin/Alkohol-Mischungen hergestellt werden.

Da bei extremer Trockenheit im Intimbereich nahezu jede Anwendung mit Wasser und/oder Alkoholanteil in Cremen brennt und zu weiterer Reizung führt, wird die Anwendung von wasserfreien Cremen empfohlen.
Diese bestehen ausschließlich aus Wachsen und fetten Ölen mit fester, wachsartiger Konsistenz. Ein geringer Anteil an ätherischen Ölen wirkt hormonregulierend und wundheilungsfördernd. Die Entnahme erfolgt vorzugsweise mit einer Spatel.

Bei der vaginalen Anwendung erfolgt die Resorption über die Vaginalschleimhaut
Die vaginale Anwendung von Ovulae ist immer dann von Vorteil, wenn ein lokal begrenztes Problem auf Grund eines Hormondefizites besteht z.B. Vaginalschleimhauttrockenheit

Bei der analen Anwendung erfolgt die Resorption über die Schleimhaut.
Die anale Anwendung von ist immer dann von Vorteil, wenn ein lokal begrenztes Problem auf Grund eines Hormondefizites besteht z.B. Prostatahyperplasie

Informationen zu Suppositorien-Gussformen ohne Xenohormone (z.B. BPA/ Bisphenol A-frei) finden Sie unter FAQ

Hormone:

DHEA (Dehydroepiandrosteron) wird in unseren Nebennieren produziert. Mengenmäßig übertrifft seine Produktion die aller anderen Steroidhormone.

DHEA kann sowohl in Testosteron als auch in Östrogene umgewandelt werden. Welcher Weg bevorzugt wird, ist von der individuellen Enzymatik abhängig.

DHEA, als Vorstufe von Testosteron, kann bei der Verbesserung der Energie und Muskelkraft hilfreich sein.

DHEA ist eng mit unserem Immunsystem verbunden. Bei Infektionen, Verletzungen und Krankheiten steigt die Produktion in den Nebennieren an.

Unser Körper produziert viele Arten von Estrogenen mit unterschiedlichen Wirkungen. Die drei bekanntesten sind Estradiol, Estriol und Estron.

Estradiol (E2) ist das aktivste und stärkste Estrogen. Seine Botschaft ist: „Zelle wachse und teile dich.“

Estradiol wird in den Eierstöcken, den Nebennieren und Fettzellen produziert und umfasst 5-10% aller im Blut zirkulierenden Estrogene. Nahezu jede Zelle im Körper enthält Rezeptoren für Estrogene. Das Brustgewebe weist eine hohe Dichte an Estradiol (E2) - Rezeptoren auf.

Estradiol (E2) ist als das wichtigste Estrogen-Molekül für die Linderung von Wechseljahrbeschwerden anerkannt.

Estradiol (E2) kann die Entwicklung von Osteoporose verlangsamen und dem Knochenverlust vorbeugen.

Unser Körper produziert viele Arten von Estrogenen mit unterschiedlichen Wirkungen. Die drei bekanntesten sind Estradiol, Estriol und Estron.

Estriol (E3) wird als „Das schwache Estrogen mit starkem Schutz“ beschrieben.

Estriol (E3) wird in großen Mengen in der Schwangerschaft gebildet und ist laut Studien das mengenmäßig wichtigste Estrogen bei jungen Frauen.

Estriol (E3) wird aus Estron und Estradiol gebildet.

Estriol (E3) wird seit Jahrzehnten bei allgemeiner und vaginaler Schleimhauttrockenheit und den damit verbundenen Problemen wie z. B. Vaginosen, Harnwegsinfekten etc. eingesetzt.

Hydrocortison wird in unseren Nebennieren produziert.

Hydrocortison ist eng mit unserem Immunsystem verbunden. Bei Infektionen, Verletzungen und Krankheiten steigt die Produktion in den Nebennieren an.

Hydrocortison wird zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt zur Erholung nach Infektionen oder stressbedingter Nebennierenschwäche.

Pregnenolon wird auch als „Großmutter aller Steroidhormone“ bezeichnet. Denn alle anderen Hormone wie DHEA, Cortisol, Progesteron, Testosteron, und Östrogene werden aus Pregnenolon hergestellt.

Pregnenolon besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und wurde, bevor die Therapie mit synthetischen Cortison-Verbindungen und all ihren Nebenwirkungen etabliert wurde, breit und erfolgreich bei Entzündungen, Gelenksschwellungen und Arthritis eingesetzt.

Dr. Hertoghe bezeichnet Pregnenolon als das Gedächtnishormon: „Es ist das am häufigsten vorkommende Hormon in unserem Gehirn und funktioniert als Neurotransmitter. Pregnenolon fördert die Konzentration und verhindert Gedächtnisverlust.“

Progesteron wird in großen Mengen im Gelbkörper (Corpus luteum) im Eierstock nach dem Eisprung produziert. Bleibt der Eisprung (Ovulation) aus, fehlen nennenswerte Mengen an Progesteron.

Eine Basisproduktion von kleineren Mengen wird von den Nebennieren synthetisiert. Dies gewährleistet die Grundversorgung mit Progesteron bei Männern und bei Frauen in der Menopause und ist abhängig von der adrenalen Leistung.

Progesteron wird während der Schwangerschaft in großen Mengen von der Plazenta produziert.

Progesteron reguliert Symptome einer überschießenden Östrogen-Aktivität wie z.B. Wassereinlagerungen und Gebärmutterblutungen.

Progesteron unterstützt die Schilddrüsenaktivität.

Progesteron stimuliert unsere Osteoblasten, die für den Knochenaufbau zuständig sind.

Testosteron wird bei Männern hauptsächlich in den Hoden produziert. In kleineren Mengen auch in den Nebennieren.

Auch Frauen produzieren und benötigen Testosteron, wenn auch in geringeren Mengen. Testosteron wird bei Frauen in den Eierstöcken als auch in den Nebennieren produziert.

Bei Männern und Frauen ist Testosteron essenziell für den Sexualtrieb, Energie und die Muskelkraft.

Die beiden wichtigsten Schilddrüsenhormone sind Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3).

T4 wird in der Schilddrüse produziert und als das inaktive Schilddrüsenhormon betrachtet. In den Zielzellen wird T4 in das stoffwechselaktive T3 umgewandelt.

T3 wird in geringeren Mengen ebenso in der Schilddrüse produziert. Die wesentlich größere Menge an T3 wird aber durch Deiodierung von T4 peripher gebildet. Vor allem der Darm und die Leber sind hier zu nennen. Die Wirkung unserer SD-Hormone ist daher in hohem Maß abhängig von einem gesunden Darm und einer guten Leberfunktion.

Thyroid (NDT = „Natural Desiccated Thyroid“) ist natürlicher Schilddrüsenextrakt vom Schwein. Er enthält neben den Schilddrüsenhormonen T4 und T3 ebenso alle anderen „stoffwechselaktiven“ Hormone und andere Bestandteile, die in der tierischen Schilddrüse gebildet werden. Traditionell wurde NDT bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) mit Konversionsschwäche (unzureichende periphere Umwandlung von T4 zu T3) eingesetzt.

Schilddrüsenhormone steuern unseren Stoffwechsel, die Wärmeproduktion, den Energiehaushalt, die mentale Leistungsfähigkeit, den Menstruationszyklus uvm.